Diese Situationen kennen vermutlich alle...
Die 5jährige Ines schreit. Sie hatte sich vorgestellt, heute ihren Lieblingspulli mit dem Pferd drauf anzuziehen und jetzt ist dieser in der Wäsche. Sie tobt und besteht darauf, ohne diesen Pulli nicht aus dem Haus zu gehen. Alle Versuche, eine Lösung zu finden (anderer Pulli „NEEEEIN“, den Pulli aus dem Wäschekorb holen „NEEEEIN DER IST EKLIG JETZT“, diesen Pulli morgen anziehen „NEEEEIN“) scheitern. Ines beruhigt sich nicht schnell. Nach 20 Minuten Geschrei beruhigt sie sich kurz, aber bald geht es wieder los „ICH WILL ABER MEINEN PFERDEPULLI!!!“
Solche oder ähnliche Szenen kennen vermutlich alle, die mit Kindern zu tun haben. Aber Kinder unterscheiden sich sehr darin, wie stark sie ihren Frust ausdrücken und vor allem darin, wie schnell sie ihn dann regulieren. Manche sagen kurz „och Manno“ und dann geht´s weiter. Und andere wechseln in einen Katastrophenmodus, der die Umwelt extrem unter Druck setzt.
Was ist also los mit Kindern, die oft, lange und laut in Frustrationsschleifen hängen bleiben? Und welches ist der Rat, der Bezugspersonen, die in solchen Situationen oft an eigene Grenzen kommen, weiterhilft?